Weisheitszähne: Warum müssen sie so oft entfernt werden?

Viele Patient:innen haben Angst vor der Weisheitszahn-OP.  Darum treffen wir häufig in unserer Praxis auf die Frage, warum wir diese Zähne überhaupt besitzen, und welche Gründe dafür sprechen, sie trotzdem entfernen zu lassen.

Lesen Sie in unserem Blogeintrag die wichtigsten Fakten über Weisheitszähne.

Weisheitszähne- warum haben wir sie?

Zunächst sei erwähnt, dass nicht alle Menschen Weisheitszähne haben. Bei manchen sind beispielsweise nur die oberen oder unteren, bei manchen gar keine Weisheitszähne angelegt. Weisheitszähne entwickeln sich erst später als die übrigen Zähne und brechen meist erst im Erwachsenenalter durch. Nach heutigem Wissensstand handelt es sich bei den Weisheitszähnen um ein evolutionäres Überbleibsel. Vermutlich hatten unsere Vorfahren einen größeren Kiefer und mehr Platz für die zusätzlichen Zähne. Eine weitere Erklärung ist, dass die Nahrung unserer Vorfahren sehr viel mehr Abriebmittel wie Sand und Erde enthielt. Durch den Abrieb verkleinerte sich im Laufe der Zeit die Breite der Zähne, was mehr Platz für die Weisheitszähne schaffte.

Ist der Kiefer groß genug und haben die Weisheitszähne genug Platz im Zahnbogen, können sie wie normale Backenzähne zum Kauen verwendet werden. Sie erfüllen wie jedes andere Zahnpaar eine wichtige Funktion bei der Zerkleinerung der Nahrung. Auch für zahngetragene Prothetik wie Brücken oder Prothesen sind die Zähne generell geeignet.

Gründe für die Entfernung der Weisheitszähne

Platzmangel

Wie oben erwähnt, ist der Kiefer vieler Menschen heutzutage zu klein und die Weisheitszähne haben schlichtweg keinen Platz, um durchzubrechen. Man spricht dann von retinierten Weisheitszähnen. In diesem Fall müssen die Zähne in der Regel entfernt werden. Lange galt auch die Annahme, dass bei Platzmangel die durchbrechenden Weisheitszähne die anderen Zähne verschieben würden. Diese Theorie wird aber mittlerweile in Frage gestellt.

Mangelnde Abstützung

Sind nicht alle Weisheitszähne angelegt, kann es sein, dass der gegenüberliegende Weisheitszahn keine Abstützung hat. Die Folge ist, dass er immer weiter über die Zahnreihe hinauswächst, er elongiert. Elongierte Weisheitszähne können zu Gleithindernissen und Fehlkontakten führen. Außerdem sind sie sehr schwer zu reinigen. Aus diesem Grund müssen Weisheitszähne, die keine ausreichende Abstützung haben, in den meisten Fällen gezogen werden.

Zahnfleischentzündungen

Gerade bei Weisheitszähnen, die nur teilweise durchbrechen können, kommt es immer wieder zu teils ausgeprägten Entzündungen. Der Grund ist, dass der durchbrechende Zahn von einer Schleimhautkapuze bedeckt ist, unter der sich Essensreste und Bakterien ansammeln und zu Infektionen führen können. Teilweise durchgebrochene – sprich teilretinierte – Weisheitszähne sind außerdem anfälliger für Karies, da sie kaum von der Zahnbürste beim Putzen erreicht werden können.

Risiko für Nachbarzähne

Vor allem bei den unteren Weisheitszähnen kommt es vor, dass sie zum Nachbarzahn hin gekippt liegen. Man spricht dann von einer Verlagerung. Das liegt unter anderem daran, dass der Kieferknochen zum Kiefergelenk hin ansteigt. Wenn die Krone des Weisheitszahnes zu nah am Nachbarzahn angelegt ist, kann es sein, dass er die Wurzel des Backenzahns durch Resorption beschädigt. Außerdem entstehen dort oft Schmutznischen, was das Kariesrisiko für die hintersten Backenzähne erhöht.

Ablauf der Weisheitszahn-OP

Zunächst ist es wichtig, durch ein Panorama-Röntgenbild die Anzahl und Lage der Weisheitszähne zu bestimmen und festzustellen, ob eine Entfernung nötig ist. Danach wird die OP geplant. In Übereinstimmung mit dem/der Patient:in wird entschieden, ob mehrere Weisheitszähne auf einmal entfernt werden oder schrittweise vorgegangen werden soll. Da wir in unserer Zahnarztpraxis in Berlin Mitte über eine vollausgestattete Chirurgie verfügen, ist eine Überweisung in der Regel nicht notwendig, die OP kann bei uns vor Ort durchgeführt werden.

Tipp: Wählen Sie den Termin für die OP so, dass Ihnen danach mehrere Tage der Ruhe möglich sind. Außerdem ist es empfehlenswert, Weisheitszähne während der kühleren Wintermonate entfernen zu lassen, denn dann ist das Risiko für Schwellungen oder Entzündungen geringer. Das beste Alter zur Entfernung der Weisheitszähne liegt vor dem 30ten Lebensjahr, da die Knochenheilung mit zunehmendem Alter nachlässt.

 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen die Gründe für eine Weisheitszahnentfernung in diesem Artikel verständlich näherbringen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie weitere Fragen haben. Das Team von Berlin Smile freut sich auf Ihren Besuch. Buchen Sie hier direkt Ihren Termin!

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