Veganuary – Inwiefern wirkt sich Veganismus auf die Zähne aus?

Zeitweise oder ganz auf tierische Produkte zu verzichten, liegt im Trend. Die Auswirkungen von übermäßigem Fleischkonsum auf Körper und Umwelt werden viel diskutiert.

Wie aber wirkt sich eine vegane Lebensweise auf die Zähne aus? In unserem Blogartikel finden Sie wichtige Hinweise zum „Veganuary“ aus zahnärztlicher Sicht.

Wichtige Nährstoffe für die Zähne

Für einen gesunden Kauapparat müssen dem Körper verschiedene Nährstoffe in ausreichender Menge zugeführt werden. Ein wichtiger Stoff ist zum Beispiel Kalzium, das nicht nur für starke Knochen, sondern auch für widerstandsfähige Zähne essenziell ist. Kalziumlieferanten sind vor allem Milchprodukte wie Käse und Joghurt. Bei einer veganen Lebensweise entfallen diese Kalziumquellen.

Weitere wichtige Nährstoffe sind Vitamin D und Vitamin K2. Beide Verbindungen kommen in tierischen Produkten vor und sind für die Zahngesundheit von hoher Bedeutung. Auch spielen sie bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle.

Wer sich vegan ernährt, muss sich daher um alternative Kalzium- und Vitaminquellen kümmern. Diese sind vor allem Bohnen und Linsen, Pilze, Salat und Nüsse.

Auswirkungen auf die Zähne

Die vegane Lebensweise kann unterschiedliche Auswirkungen auf die Zähne haben. So werden bei Veganer:innen häufiger Erosionen (Defekte am Zahnschmelz) und Temperaturempfindlichkeit beobachtet. Die Ursache liegt höchstwahrscheinlich in dem vermehrten Konsum von Obst und Gemüse. Da vor allem Obst viel Säure enthält, kann es die Zähne angreifen. Wichtig ist hier, zwischen den Mahlzeiten Zeit für die Remineralisation der Zähne zu lassen. Auch sollten nach dem Obstkonsum nicht direkt die Zähne geputzt werden.

Ein weiterer Zusammenhang kann außerdem sein, dass Veganer:innen überdurchschnittlich häufig auf fluoridhaltige Zahnpasta verzichten. Fluorid stärkt die Zähne und macht sie widerstandsfähiger gegen Säureangriffe. Das Putzen ohne Fluorid kann daher eine erhöhte Zahnempfindlichkeit und Kariesrisiko zur Folge haben.

In einigen Studien wurde außerdem der Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und vermindertem Parodontitisrisiko untersucht. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine fleischhaltige Ernährung zu einem geringeren Auftreten von Parodontitis führt. Ob im Umkehrschluss Veganer:innen häufiger an Parodontitis erkranken, ließ sich aber noch nicht abschließend feststellen.

Fazit

Obwohl Studien darauf hinweisen, dass fleischhaltige Ernährung einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit hat, ist auch eine vegane Ernährung unter bestimmten Voraussetzungen zu unterstützen. Wichtig ist dabei, dass auf ausreichende Nährstoffzufuhr, Abwechslung in der Ernährung und eine gute Mundhygiene geachtet wird. Außerdem ist für Veganer:innen eine regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt besonders wichtig.

Der zeitweise Verzicht auf tierische Produkte ist darüber hinaus deshalb zu empfehlen, weil er das Bewusstsein für die eigenen Essgewohnheiten fördert und das Gespür für gesunde und ungesunde Lebensmittel stärkt. Aus diesem Grund spricht aus zahnmedizinischer Sicht nichts gegen den Veganuary.

Ob mit oder ohne Fleisch: Wenn Sie sich für eine zahngesunde Ernährung interessieren, sprechen Sie gerne mit unserem Prophylaxepersonal oder unseren Ärzt:innen. Unser Team von Berlin Smile versorgt Sie gerne mit wichtigen Tipps und Infos rund um eine ausgewogene Ernährung und effiziente Mundhygiene. Vereinbaren Sie hier direkt Ihren Termin.

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