Zähneknirschen im Schlaf: Ursachen und Lösungen

Gesunder Schlaf ist wichtig für Körper und Seele. Während des Schlafens verarbeiten wir Erlebnisse des Tages und speichern Erlerntes und neue Erinnerungen. Doch immer mehr Menschen knirschen nachts mit den Zähnen.

Schlechter Schlaf und Kieferprobleme sind die Folge. Lesen Sie hier über die Ursachen und Risiken des Knirschens und wie es behandelt werden kann.

Ursachen

Die Gründe warum Menschen nachts und teilweise auch tagsüber mit den Zähnen knirschen sind vielfältig. Hauptsächlich lässt sich das Knirschen, was im Fachjargon auch als Bruximus bezeichnet wird, auf Stress und Fehlkontakte zurückführen.

Stress

Betroffene reiben oder pressen die Zähne unbewusst aufeinander. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind betroffen, doch die Tendenz ist steigend. Obwohl die genaue Ursache noch nicht abschließend untersucht ist, liegt ein Zusammenhang mit Stress und Belastungssituationen nahe. Bei unseren tierischen Vorfahren spielten das „Zähne zeigen“ und „Zähnefletschen“ eine wichtige Rolle beim Aggressionsabbau.

Auch bei Kleinkindern kann beobachtet werden, wie sie ihre Zähne aufeinanderpressen und das Kinn nach vorne schieben, wenn sie verärgert sind. Hunde kauen instinktiv auf Knochen und Ästen, um sich zu beruhigen und Anspannung abzubauen.

Das Zähneknirschen kann also als wichtige Funktion verstanden werden, überwältigende Emotionen und Stress zu verarbeiten. Problematisch wird es, wenn durch die moderne Lebensweise Dauerstress vorhanden ist. Denn wer ständig mit den Zähnen knirscht, riskiert Schäden an Zähnen und Kauapparat sowie verminderte Erholung im Schlaf.

Fehlkontakte

In seltenen Fällen kommt es zum Knirschen durch Fehlkontakten auf den Zähnen, also dann, wenn Ober- und Unterkiefer nicht richtig zusammenpassen. Dies kann beispielsweise auftreten, wenn ein neuer Zahnersatz eingesetzt wurde oder nach Füllungstherapie. Auch Zahnbewegungen können zu Fehlkontakten führen. In diesem Fall müssen die Zähne oder der Zahnersatz eingeschliffen und die fehlerhaften Kontakte beseitigt werden.

Warum Knirschen schädlich ist

Durch Bruxismus können unterschiedliche Schäden an den Zähnen entstehen. Häufig wird der Zahnschmelz durch das Zusammenreiben der Schneidekanten abgetragen, man spricht dann von Attrition. Dadurch können die Zähne temperaturempfindlich und anfälliger für Karies werden. Eine weitere Folge kann das Abplatzen von Zahnhartsubstanz am Zahnhals sein. Durch die hohe Biegebelastung, die auf die Zähne beim Knirschen wirkt, werden keilförmige Facetten der Zähne einfach abgesprengt. Außerdem können Mikrorisse im Zahn entstehen. Dieses Cracked-Tooth-Syndrom äußert sich vor allem durch plötzliche heftige Schmerzen bei Be- und Entlasten der Zähne.

Neben den Schäden an den Zähnen können auch weitere Symptome auftreten. Häufige Folgen von Bruxismus sind Verspannungen im Kopf- und Halsbereich. Heftige Kopfschmerzen und Kiefergelenksschmerzen können die Folge sein. Manchmal können die Verspannungen die Kieferbewegungen einschränken.

Nächtliches Knirschen kann auch zu erhöhter Müdigkeit während des Tages und zu Abgeschlagenheit führen.

Aus diesen Gründen sollte Bruxismus vor allem bei anhaltender Symptomatik behandelt werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Bruxismus

Da Knirschen oft unterschiedliche Ursachen hat, gibt es auch für die Behandlung verschiedene Ansätze. Wichtigster Therapiebaustein ist aber die sogenannte Knirscherschiene. Das ist eine Kunststoffschiene, die vor allem nachts getragen wird. Sie schützt nicht nur die Zähne vor den hohen Belastungen, sondern sorgt auch automatisch zu einer Entspannung der Kaumuskulatur. Nach einer Eingewöhnungszeit von mehreren Tagen wird das Tragen meist als angenehm empfunden und eine Linderung der Beschwerden tritt ein.

Zusätzlich zur Knirscherschiene kann die Entspannung der Muskulatur unterstützend angeregt werden. Massagen der Kaumuskeln, Wärmebehandlung und Physiotherapie kommen infrage. Bei ausgeprägter Symptomatik kann die gezielte Entspannung der Kaumuskulatur durch Botox-Injektionen notwendig sein.

Ein wichtiges Element der Behandlung vom Knirschen ist außerdem, die Ursache des Bruximus´ ausfindig zu machen und zu beseitigen. Wie oben erwähnt, ist in vielen Fällen eine erhöhte Stressbelastung für das nächtliche Knirschen verantwortlich. Letztendlich ist das Knirschen ein Warnsignal unseres Körpers, das ernstgenommen werden sollte.

In unserer Zahnarztpraxis Berlin Smile in Mitte behandeln wir immer wieder Bruxismus-Patient:innen. Dabei hat sich die Therapie mit unseren modernen Knirscherschienen bewährt. Wenn Sie unter Symptomen von Zähneknirschen leiden, wenden Sie sich gerne an unser Team und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

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